Kennen Sie Bill Gates?
Gut.
Dann sparen wir uns dieses Mal die Frage nach dem Unternehmen.
Microsoft.
Windows. Office. Computer in Millionen Büros und Haushalten.
Bei Bill Gates erwartet man in dieser Reihe vielleicht einen fragwürdigen Satz über Daten oder Überwachung.
Doch ausgerechnet hier drehen wir die Geschichte um.
2007.
Bei einer Veranstaltung des Center for Democracy and Technology sprach Gates über Datenschutz.
Er forderte ein umfassendes Datenschutzgesetz auf Bundesebene in den USA, das Verbrauchern Kontrolle über ihre persönlichen Informationen geben sollte.
Unternehmen sollten transparent machen, welche Daten gesammelt und wie sie verwendet werden.
Das war 2007.
Instagram existierte noch nicht.
TikTok existierte noch nicht.
Das Smartphone-Zeitalter stand gerade erst am Anfang.
Und trotzdem war die grundlegende Frage längst bekannt:
Wer kontrolliert eigentlich unsere persönlichen Daten?
Das Problem war nie unbekannt
Wir tun manchmal so, als seien Datenschutzprobleme erst mit sozialen Netzwerken, Smartphones oder künstlicher Intelligenz entstanden.
Sind sie nicht.
Die grundlegenden Fragen waren schon früh bekannt.
Wer sammelt Daten?
Warum?
Was passiert damit?
Und kann der Nutzer darüber entscheiden?
NoData // Souveränitätscheck
Bill Gates' Forderung von 2007 lässt sich erstaunlich einfach zusammenfassen:
Der Nutzer sollte Kontrolle über seine Daten haben.
Fast zwei Jahrzehnte später klingt das noch immer modern.
Vielleicht ist genau das bemerkenswert.
Die Technik hat sich rasant entwickelt.
Bei der Kontrolle über unsere Daten versuchen wir noch immer hinterherzukommen.
Quellen
- Microsoft, 8. März 2007: Bill Gates – Center for Democracy and Technology
https://news.microsoft.com/speeches/bill-gates-center-for-democracy-and-technology/ - CIO, 8. März 2007: Microsoft's Bill Gates Wants New Privacy Law
https://www.cio.com/article/266989/security-privacy-microsoft-s-bill-gates-wants-new-privacy-law.html
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